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San
Marco
von Alan R. Moon und Aaron Weissblum
Machtkampf in Venedig für 3 – 4
Spieler ab 10 Jahren
Ravensburger Spieleverlag

Bei
San Marco geht um Macht und Einfluss in Venedig. Gespielt wird auf einem
stilisierten, stark und eigenwillig gestalteten Stadtplan der Lagunenstadt. Je
zwei von vier Spielern teilen sich Karten nach dem Prinzip „Du teilst – ich
wähle“. Was vielleicht auf den ersten Blick als Superangebot erscheint
hat dann garantiert einen Pferdefuß und kann insgesamt schlechter sein, als
eine billige Offerte. Gute Karten erlauben, eigene Mannen in den Stadtteilen
unterzubringen, mautpflichtige Brücken aufzustellen, Überläufer zu ködern
oder Gegenspieler in die Verbannung zu schicken. Dafür muss man allerdings
meist hohe Limit-Karten in Kauf nehmen. Sobald ein Spieler durch diese
Bremskarten zehn Punkte zusammengetragen hat scheidet er bis zur nächsten
Wertung aus und wartet still auf dem Hinterbänkchen, während die anderen
Spieler unbehelligt ihre Macht weiter ausbauen und sichern. Gewertet wird immer
dann, wenn der Doge auftaucht. In jedem Stadtviertel bekommen stets nur die
beiden stärksten Spieler Punkte. Das sind die, die dort mit ihren Figuren die
Mehrheit stellen. Die anderen gehen leer aus. Ein Quäntchen Glück gehört
schon dazu. Doch den weitaus größeren Einfluss auf das spannende und gut
gesponnene Spielgeschehen, das altbekannte und vertraute Spielmechanismen
geschickt kombiniert, haben die eigenen Entscheidungen der Spieler.
Tom Werneck

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