Fischers Fritz

"Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische ...". Sicherlich haben auch Sie sich bei diesem Kinderreim schon desöfteren verhaspelt. Das kann Ihnen nun bei "Fischers Fritz" wieder passieren, allerdings wird Sie nicht Ihre Zunge, sondern vielmehr Ihr Gedächtnis im Stich lassen, denn "Fischers Fritz" ist eine pfiffige Memoryvariante.
Die 25 Bildkärtchen – 16 zeigen vier Fischarten in vier Farben, die restlichen neun den von Anglern vielfach verwünschten Lederschuh – werden in einem 5x5 Felder großen Quadrat verdeckt ausgelegt und schon kann es losgehen. Wer am Zug ist, würfelt mit dem Fisch- und Farbwürfel und legt so fest, welchen Fisch (Art und Farbe) er finden muß. Auf jedem der beiden Würfel gibt es je zwei Joker, die freie Auswahl in der entsprechenden Kategorie erlauben.

Hat man gewürfelt, wird nun gefischt, d.h. man versucht den erwürfelten Fisch zu finden. Gelingt dies, so wird er aus dem Teich genommen und verdeckt vor sich abgelegt; dabei gilt: einmal anschauen und dann nicht mehr wieder. Außerdem darf die Reihenfolge bei den gefangenen Karten nicht verändert werden. Wahrscheinlich haben Sie den Grund dafür schon erraten: auch in den vor den Spielern liegenden Reihen darf jederzeit gefischt werden.

Hat also ein Spieler einen Fisch gefunden, darf er erneut würfeln und das so lange, bis er danebengegriffen hat. Der nächste Spieler darf nun das Würfelergebnis des Vorgängers verwenden, falls er zu wissen glaubt, wo sich der entsprechende Fisch befindet oder neu würfeln.

Sobald das letzte Kärtchen aus dem See gefischt wurde, endet das Spiel und jeder gefangene Fisch bringt einen Punkt. Für jeden Schuh aber muß ein Punkt angezogen werden. In einer Variante wird zu Beginn eine Farbe und eine Fischart bestimmt und alle Fische dieses Typs bzw. dieser Farbe bringen am Ende zwei Punkte und der Fisch, bei dem Farbe und Art stimmen, sogar vier.

"Fischer Fritz" ist eine lustige Memoryvariante, an der, wie der Spieleabend der Jury "Spiel des Jahres" in Essen gezeigt hat, auch große Fischern Spaß haben können. Inzwischen sind noch weitere Varianten in Amigos hauseigener Zeitschrift "Flaschenpost" veröffentlicht worden, die alle ihren eigenen Reiz haben. Da ich nicht weiß, wie das mit den Urheberrechten dafür ist, verzichte ich darauf, die Varianten hier anzuführen. Falls Sie daran interessiert sind, wenden Sie sich bitte an Amigo, wo man Ihnen sicherlich gerne ein Exemplar der "Flaschenpost" zuschicken wird. Es lohnt sich auf alle Fälle!

(Helmut Wresnik)


So wie man ins Stolpern bei Fischers Fritz, der frische Fische fängt, kommt, so verfängt man sich in der genialen neuen Memory-Variante des gleichnamigen Spiels von Jürgen Heel, Zwei Würfel , 25 Bildkärtchen , in einer kleinen Amigo-Schachtel verpackt, ergeben ein preiswertes Spielvergnügen.

Die 25 Karten ergeben in einer quadratischen Auslage einen See, in dem zwei bis fünf Spieler auf Fischfang gehen dürfen. Die Würfelvorgabe über einen Fisch- und Farbenwürfel legen die zu fangenden Objekte fest. Die Anfangserfolge sind natürlich mager, aber mit der Zeit, verbunden mit entsprechender Gedächtnisleistung, erinnert man sich an die Lage der Kugel-, Säge- und Tintenfische. Pfiffig ist die Regel, daß schon gefangene Fische aus der Auslage der Gegner erbeutet werden können, so daß nicht nur der See im Blick ist, sondern auch die Kartenablage bei den Mitspielern. Selbstverständlich gibt's in diesem See den üblichen Industrieabfall, hier sind es die alten Schuhe, die Minuspunkte beim Angeln bringen. Die Freude ist natürlich immer groß, wenn ein Mitspieler statt den erhofften blauen Kugelfisch einen Schuh aus der fremden Auslage greift.

Der See wird leer gefischt. Wer dann die meisten Fische - abzüglich der löchrigen Schuhe - vor sich liegen hat, ist Spielsieger. FISCHERS FRITZ ist ein abwechslungsreiches Spielvergnügen, das Kindern ab fünf Jahren, aber auch erwachsenen Mitspielern großen Spielspaß bereitet.

(Wieland Herold)