Formula De

Autorennspiele gehören seit jeher zu meinen Lieblingsspielen. Daher war ich sehr erfreut, als "Eurogames" in diesem Jahr das bislang nur in Importläden erhältliche "Formula De" in sein Programm aufnahm.
Jeder Spieler steuert ein bis zwei Boliden über den Stadtkurs von Monaco bzw. die Rennstrecke von Zandvoort und je nachdem, wie viele Runden gefahren werden, verfügt er über eine gewisse Anzahl von Reifenpunkten, Bremspunkten und einiges mehr. Gänge haben die Wägen natürlich auch, sechs an der Zahl, und zu jedem Gang gehört ein eigener Würfel, der den Boliden im ersten Gang zwischen 1 und 2 Felder, im sechsten aber zwischen 21 und 30 Felder vorwärts bringt.

Damit nun aber nicht jeder einfach mit dem sechsten Gang über die Rennstrecke rast, wird in den Kurven vorgeschrieben, wie oft man dort zu halten hat – in der Regel einmal, aber auch öfter. Und da muß man dann eben zurückschalten, um die nötigen Stopps einlegen zu können. Natürlich kann man versuchen, diese Regel zu umgehen, aber das kostet dann Reifen- und Bremspunkte. Und auch verschalten sollte man sich nicht zu allzu oft, da man ansonsten das Getriebe ruiniert und ausscheidet.

Der Einsatz dieser "Punkte" im richtigen Moment ist das Geheimnis von "Formula De" und wer erfahren genug ist, kann seine Boliden auch selbst tunen. Und wem die zwei beiliegenden Kurse zu wenig sind, auf den warten bereits acht neue Rennstrecken – vielleicht für eine komplette Grand Prix Saison!?

(Helmut Wresnik)

"Formula De" von E. Randall und L. Lavaur, Eurogames, für 2 – 10 Spieler ab 10 Jahren, kostet ca. S 450,-