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Headquarter
Zu dem Zweipersonenspiel HEADQUARTER fallen mir gleich eine ganze Menge Wortspielereien ein. Daß sich hier beispielsweise 'alles im Kopf abspielt', daß HEADQUARTER ein 'Kopfspiel' im wahrsten Sinne des Wortes und daß 'Holzkopf' keine Beleidigung, sondern die genaue Beschreibung dieses Spiels ist.
HEADQUARTER ist mehr als ein Spiel, eher eine Spielskulptur. Geeignet als dekorativer Blickfang und künstlerisches Spielobjekt gleichermaßen. Das Spielfeld von HEADQUARTER besteht aus einem etwa realgroßen Kopfprofil, dem gewissermaßen das Gehirn fehlt, denn dieser Bereich bis hinunter zu den Halswirbeln ist ausgesägt. Der schwarzlackierte Spielkörper wird im Laufe einer Partie von den zwei Spielern gefüllt, indem sie abwechselnd ein- oder zweifarbige Holzquader in die Skulptur einbauen. Beide Spieler sitzen sich gegenüber und sehen immer nur ihre eigene Spielkopfhälfte. Nun kommt es darauf an, durch taktisch kluges Setzen von Spielsteinen auf der eigenen Seite möglichst große zusammenhängende Farbbereiche zu schaffen und die des Gegenspielers möglichst effektiv zu sabotieren. Hat man also den Verdacht, der Gegner bastelt an einem großen roten Farbfeld, versucht man durch gezielte Verknappung der roten Steine die Pläne zu durchkreuzen. Eine andere Taktik kann darin bestehen, ganz gezielt die gegnerische Farbstruktur zu durchsetzen, denn die Spielsteine sind auch in der Art einzusetzen, daß ein Ende auf der eigenen und das andere Ende auf der gegnerischen Kopfhälfte erscheint. Das wiederum verlangt nach einem guten Gedächtnis- und Vorstellungsvermögen, da man immer die 'unsichtbare' Spielfeldseite des Gegners vor Augen haben muß. Als Taktikspiel erreicht HEADQUARTER zwar nicht die Komplexität anderer populärer Zweipersonenspiele wie LA-TREL oder ABALONE, aber immerhin steckt doch viel mehr Substanz und Tiefe in der Spielidee als man vermuten könnte. Denn leider sind Spiele, die optisch herausragend gestaltet sind und hohen Designeransprüchen gerecht werden, spielerisch oftmals eher schwach auf der Brust. HEADQUARTER bildet da eine angenehme Ausnahme und zeigt, daß Designer auch gute Spieleerfinder sein können. (Andreas Mutschke, Westfälischer Anzeiger) HEADQUARTER, für 2 Spieler ab 10 Jahren, ca. 100,-DM, Edition Theta bei ASS/ Leinfelden
Wenn Sie noch etwas Repräsentatives für den Platz unter dem Weihnachtsbaum suchen, verbunden mit anspruchsvollem Spielspaß für zwei Personen, dann liegen Sie mit Headquarter genau richtig. Ein großer Holzkopf für dessen Gehirnfüllung eine Menge Holzsteine bereit liegen. Ein Spielpartner bearbeitet die linke, der andere die rechte Gehirnhälfte. Dazu wird aus einem Sack blind ein aus zwei Holzwürfeln beklebter Stein gezogen, der meist zweifarbig ist. Diese Steine können senkrecht in die eigene Kopfseite eingebaut werden, aber auch waagrechtes Einsetzen ist möglich, so daß die zweite Farbe sich auf der Gegenseite auswirkt. Spielziel ist es , möglichst große zusammenhängende Flächen einer Farbe auf der eigenen Kopfseite zu erreichen. Das ist gar nicht so einfach, da der Mitspieler immer dazwischen funkt. (Wieland Herold) "Headquarter" von Michael Sohre, Theta bei ASS, für 2 Spieler ab 8 Jahren
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