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Leinen Los!
Neben dem bekannten 'Spiel des Jahres', das alljährlich von führenden Fachjournalisten des deutschsprachigen Raumes gewählt wird, gibt es einige Sonderpreise für einzelne spezielle Spielgenres. So wurde in diesem Jahr beispielsweise der Titel LEINEN LOS! von Alex Randolph zum besten Kinderspiel dieses Jahrgangs gekürt. Für Eltern, die sich im unüberschaubaren Angebot nicht zurechtfinden, ist dieser Preis eine sehr nützliche Entscheidungshilfe.
LEINEN LOS! führt die zwei bis vier Kinder aufs Wasser. Jedes Kind erhält ein kleines Boot mit einem ganz speziellen 'Motor': im hinteren Teil jedes Bootes befindet sich eine Kerbe, in die lose ein kleiner Stift quasi wie ein Außenbordmotor eingesetzt wird. Im Spiel darf das Boot immer nur mit einem Finger auf eben diesem Stift vorwärts geschoben werden, was ein gewisses Geschick erfordert. Besonders, wenn der Parcour eng gesteckt ist und wenig Platz zwischen Bojen und Inseln ist. Neben Geschicklichkeit spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle. Während ein Kind nämlich sein Boot bewegt, muß ein anderes Kind sogenannte 8er-Schlingen um einen Kreuzpoller wickeln. Das ist zwar nicht schwierig, dauert aber ein Weilchen und je schneller das Kind damit fertig ist umso weniger Zeit bleibt dem aktiven Bootskapitän für sein Manöver. Natürlich darf man dabei auch keine Bojen oder Landteile berühren, sonst endet die Fahrt vorzeitig. Die Kinder wechseln sich als Kapitän und 'Zeitnehmer' ab bis ein Boot wieder den ursprünglichen Ankerplatz erreicht und damit gewonnen hat. Der Spielplan bietet verschiedene Grundparcours an und mit Hilfe der acht kleinen Bojen läßt sich darüberhinaus jede andere Rennstrecke konstruieren. Neben der witzigen Spielidee besticht LEINEN LOS! durch sein rundum gelungenes Material. Liebevoll gestaltete Bojen, Boote und der Kreuzpoller aus Holz sowie die zauberhafte Grafik machen das Spiel zu einem kindgerechten Produkt, das die Auszeichnung 'Bestes Kinderspiel des Jahres 1997' voll und ganz verdient. (Andreas Mutschke)
Die Firma Haba entwickelt sich immer mehr zu der innovativsten Spielefirma im Kinderspielbereich. Die Spieleredakteure im bayerischen Rodach setzen Maßstäbe im Bereich des Materials, sie lösen sich vom herkömmlichen Brettspiel und öffnen sich für das Spiel im freien Raum, sie faszinieren durch immer wieder neue Spielideen. Mit den 97er-Neuheiten haben sich die Rodacher wieder einmal selbst übertroffen. Aus der großen Reihe guter und sehr guter Spiele ragt ein Geschicklichkeitsspiel des in Venedig lebenden Amerikaners Alex Randolph heraus: LEINEN LOS! nennt er ein Bootsrennen für zwei bis vier Kinder ab 6 Jahren. Die Steuerung seiner Boote ist nicht einfach, da sie nur über einen lose in das Holzboot eingesetzten Holzmotor mit einem Finger vorwärtsgeschoben werden können. Dabei gerät das Boot schnell ins Schlingern und kommt vom vorgesehenen Spielplankurs ab. Stimmig umgesetzt hat der Autor die Dauer der Bootsfahrt. Solange ein Mitspieler um einen Kreuzpoller ein Tau in 8er-Schlingen wickelt, darf gefahren werden. Wer nach diesen Regeln als erster den schwierigen roten oder den einfacheren gelben Kurs bewältigt und dabei weder die kleinen Bojen berührt noch sein Schiff auf Land setzt, ist Spielsieger. Ein hervorragendes Familienspiel, an dem auch Erwachsene ihre Freude haben. Nur sollten die Eltern beim Spiel mit ihren Kindern das Tau um den Kreupoller auf- und abwickeln, damit die Chancengleichheit gewahrt bleibt. Seine besten Qualitäten entfaltet das Spiel aber, wenn man die Spieleschachtel samt Spielplan vergißt, die Boote, Bojen und den Kreuzpoller in die Hosentasche steckt und damit jederzeit spielbereit ist. So können lange Wartezeiten auf das Essen im Restaurant wunderbar überbrückt werden, indem der Tisch zur Rennstrecke wird. LEINEN LOS! läßt sich nämlich sehr gut ohne Spielplan spielen. (Wieland Herold, Ahlfelder Zeitung) Leinen los! von Alexander Randolph, Habermass (Rodach), 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren
Für einmal ein Kinderspiel, das keine neue Memory-Variante darstellt: Das Geschicklichkeitsspiel "Leinen los" sorgt für viel Spass und verbindet die Generationen am Spieltisch. Erstaunlich, wie der deutsche Verleger Habermass immer wieder mit neuen Ideen aufwartet. Einmal dienen Vogelfedern als Spielmaterial, dann tauchen plötzlich Holzklötzchen auf, die Tofustücke darstellen sollen, oder aber - der Hit unter den Frühlingsneuheiten, die noch nicht auf dem Markt sind - ein Spinnennetz aus Faden und Hölzern wird zum Spielbrett. Erstaunlich auch, mit wieviel Liebe zum Detail und mit welcher Sorgfalt die Ideen dann umgesetzt werden: Habermass-Spiele sind in jedem Fall ein Fest fürs Auge, und mit Vergnügen nimmt man auch die Figuren in die Hände, weil hier am Material nicht gespart worden ist - eine der wenigen Ausnahme in der schwierigen Situation, in der die deutschen Spielverlage stecken.
Pannen und Gefahren Zwei Kurse führen vom Starthafen bis zum Ziel. Einer davon weist mehr Kurven auf und ist deshalb schwieriger zu absolvieren. Bei beiden aber drohen Pannen und Gefahren: So kommt es vor, dass im Eifer des Wettbewerbs der Motor aushängt. Dann heisst es anhalten und reparieren, wobei wertvolle Zeit verloren geht. Wer in wilder Fahrt aufs Festland auffährt, muss sofort anhalten und sein Boot auf den Kurs zurückstellen. Wie wird bestimmt, wie lange man sein Boot schieben darf, wenn man an der Reihe ist? Die Null-Acht-Fünfzehn-Läsung wäre eine Sanduhr gewesen, doch so was kommt bei Habermass kaum vor: Die Fahrzeit wird nämlich mit einer Leine ermittelt, die von einer Spielerin oder einem Spieler nach dem Ruf "Leinen los" geschwind in Achter-Lagen um einen Kreuzpoller gelegt werden muss. Ist sie aufgewickelt, heisst es "Stop", und das betreffende Boot muss stehen bleiben. Wehe, das ist der Fall, wenn das Boot mitten in einem Haifischrudel steht. Dann muss es zurückfahren, bis die See nicht mehr voll von gefährlichen Tieren ist. Besser wohl "darf zurückfahren, denn man darf doch niemandem zumuten, mitten in einem hungrigen Haufen warten zu müssen, bis man weiterfahren kann.
Spass für alle (Synes Ernst) Leinen los! von Alexander Randolph, Habermass (Rodach), 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren
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