
|
Piratenschatz
Piraten rauben Schätze und verstecken diese dann auf ihrer Insel; das weiß jedes Kind. Da könnte man doch versuchen, Käpt'n Polterbeins Verstecke zu finden? Wer nun aber eine abenteuerliche und gefährliche Schatzjagd erwartet, wird enttäuscht werden, denn "Piratenschatz" ist ein thematisch eingekleidetes Deduktionsspiel. Und darauf wird auf der Schachtelrückseite auch deutlich hingewiesen, wo sogar eine kurze Spielbeschreibung zu finden ist. Eigentlich vorbildlich!
Polterbein mischt nun die 15 Pappscheiben, sie bezeichnen je einen der 15 Plätze auf seiner Insel und nimmt drei davon weg. Dort hat er seine Schätze versteckt und sie gilt es möglichst rasch zu finden. Der Schatzsucher deckt nun vom Stapel der restlichen Scheiben die oberste auf und erfährt, wieviele Schätze sich in der Nähe, also auf benachbarten Feldern befinden. Im Laufe der Zeit ergeben sich so immer mehr Informationen und mit etwas Nachdenken kann dann die Verstecke finden. Jede nicht benötigte Scheibe bringt einen Punkt, für jedes falsche Versteck aber verliert man zwei.
"Piratenschatz" ist weder neu noch spektakulär aber trotzdem kein unnotwendiges Spiel. Für Erwachsene sicherlich zu einfach, doch Kinder werden ganz schön gefordert und können hier in spielerischer Weise die Grundprinzipien des logischen Schließens und Kombinierens lernen. Und wegen der nicht allzu großen Schachtel kann man das Spiel auch leicht mitnehmen, zum Arzt etwa und so die langweilige Wartezeit angenehm verkürzen. (Helmut Wresnik) "Schatzsucher" von Jim Winslow, Piatnik, für 2 Spieler ab 8 Jahren
|