Pisa

Unglaublich, aber den Spieleautoren fällt doch immer wieder etwas Neues ein, was man mit einem Päckchen Karten alles anfangen kann. Bei „Pisa“ bekommt jeder eine ganze Hand voll, dann geht es in die erste Abstimmphase. Darin wird festgelegt, welche Kartenfarben denn Trumpf sind. Um das festzulegen, bieten die Spieler verdeckt mit ihren Handkarten. Dann wird aufgedeckt und festgestellt, für welche Trumpffarbe am höchsten geboten wird. In weiteren Phasen geht es darum, ob man möglichst viele oder möglichst wenige Stiche zum Sieg braucht und ob hohe Kartenwerte den Stich machen oder die niedrigen höhere schlagen. Sind diese drei Phasen beendet, ist klar, was Ziel des Spiels ist (viel oder wenig Stiche) und welche Karten wie zählen. Das wird für alle sichtbar mit einem Turm markiert, daher auch der Titel „Pisa“. Außerdem kennt man nun auch schon einige Karten der Gegner, denn es liegen diejenigen offen, mit denen abgestimmt wurde. Für diese Karten gibt es auch schon Siegpunkte, vor allem aber muss jeder drei seiner Abstimmkarten aus dem Spiel nehmen. Das ist eine gute Gelegenheit, auf einer Farbe „blank“ zu werden. Danach wird mit den Karten ein ganz herkömmliches Stichspiel gemacht. „Pisa“ ist sehr originell und witzig und bereichert die Palette der Kartenspiele mit pfiffigen Ideen.

Dorothée Heß, Aachener Zeitung

„Pisa“ von Günter Burkhardt, Adlung Spiele, Stichspiel für 3 - 5 Spieler ab 12 Jahren