Gefördert: Spielenachmittage in Giengen an der Fils

Unsere schöne Einrichtung, die Kita Hohenstein, befindet sich in einer ruhigen Lage am Ortsrand neben der Grundschule in Gingen an der Fils. In unserer Einrichtung wird viel Wert auf Heterogenität gelegt, was Herkunft, Sprache und Nationalität betrifft. Die Altersgrenzen der Kinder liegen zwischen 2 ¾ und 6 Jahren. Unsere Arbeit richtet sich nach dem situationsorientierten Ansatz und wird in Projekten gestaltet. Teil unserer pädagogischen Arbeit ist das Beobachten der Kinder, sowie ihre Teilnahme am Kitaleben in Form von Kinderkonferenzen. Besonderes Augenmerk wird sowohl auf die Integration der Kinder in der Gruppe, als auch auf ihre Partizipation an den gemeinsamen Aktivitäten gelegt. Dabei soll die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, sowie auch die sozialen, geistigen und körperlichen Fähigkeiten jedes einzelnen gefördert werden.

  

Wenn Kinder spielen, tun sie genau das, was sie für ihre gesunde Entwicklung brauchen und was ihnen am meisten Freude macht. Neben der Sprache und dem Regelverständnis wird auch das soziale Miteinander zwischen Eltern und Kind gefördert. Zudem lernt das Kind, dass es nicht immer gewinnen kann. Eine wichtige Erfahrung, die sich in vielen Situationen als hilfreich erweist. Die Sprachförderung nimmt grundsätzlich einen wichtigen Stellenwert ein. Zusätzlich werden geistige Fähigkeiten wie die Merkfähigkeit oder mathematische Kompetenzen gestärkt.

Heute bleibt vielen Kindern spätestens ab der weiterführenden Schule kaum Zeit, einfach nur zu spielen und sich mit dem zu beschäftigen, was sie wirklich interessiert. Es ist an der Zeit, den Kleinen wieder mehr Freiraum für ihre geistige Entwicklung zu geben, ihnen zu vertrauen und sie in ihrer Freizeit experimentieren, ausprobieren und lernen zu lassen, wonach ihnen der Sinn steht. Das bedeutet auch, ihnen zu erlauben, scheinbar nutzlosen Beschäftigungen nachzugehen. Spielen und Lernen wieder verbinden, in Zeiten mit einer steigenden Anzahl von depressiven Schülern, mit Notendruck und Schulstress ist das womöglich ein Weg, unserem Nachwuchs den Druck von den kleinen Schultern zu nehmenund ihn mit Selbstbestimmtheit und Selbständigkeit zu stärken.

 

Zu Beginn haben wir die Kinder und Eltern zwei Stunden spielen lassen. Dabei merkten wir, dass es für die 4 und 5 jährigen Kinder sehr anstrengend war, sich so lange konzentrieren zu müssen und die Lust am Spiel bei vielen nachgelassen hat. Auch war es sehr laut im Raum und man hatte Schwierigkeiten sich zu verstehen und sich auf das Spiel zu konzentrieren. Deshalb haben wir die Spielenachmittage auf eine Stunde beschränkt, so dass die Kinder 2-3 Spiele ausprobieren konnten ohne die Lust daran zu verlieren. Beim  „Angelspiel“ hatte eines der Kinder die Angeln so stark miteinander verwickelt, dass wir große Schwierigkeiten hatten, diese wieder auseinander zu bekommen. Die anderen Kinder wurden somit ungeduldig und hatten die Lust am Spielen verloren. Akkustische Spiele waren bei den Kindern besonders beliebt. Das „Billi Biber“ Spiel war sehr gut zu verstehen und die Kinder trainierten dabei ihr Fingerspitzengefühl. Besonders der schimpfende Biber machte es sehr spannend, jedoch fiel er so oft zu Boden, dass er irgendwann in zwei Teilen gebrochen war. Das spannende „Schnappt Hubi“ Spiel kam bei den Kindern ebenfalls sehr gut an. Durch die Anweisungen im Spiel, lernten die Kinder zuzuhören und sich an bestimmten Abläufen zu halten.

Das „Lotti Karotti“ Spiel ist auch ein sehr schönes Spiel für große und kleinere Kinder und die Spielregeln sind außerdem sehr leicht zu verstehen. Bei den älteren Kindern war „Sagaland“ sehr beliebt wodurch die Konzentration sowie auch die Merkfähigkeit geschult wurde. Man konnte erkennen, wie viel Spaß die Kinder am Spielen in der Gemeinschaft hatten und wie die Motivation von mal zu mal gestiegen ist.

   

Fabiola Albrecht
Kindergarten St. Barbara, Gingen an der Fils

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