Wechsel in der Jury

Der Verein Spiel des Jahres nimmt die Frankfurterin Julia Zerlik als neues Mitglied auf. Ab dem 1. Oktober wird sie der Jury für das „Spiel des Jahres“ und das „Kennerspiel des Jahres“ angehören. Die 30-jährige Spielekritikerin steht vor der Kamera, wenn im Videoblog „Spiel doch mal …!“ mit Rezensionen, Berichten und Interviews über alles informiert wird, was in der Spieleszene aktuell ist.


Cordula Dernbach verstärkt als Beirätin ein weiteres Jahr die Jury für das „Kinderspiel des Jahres“, nachdem sie zuletzt krankheitsbedingt hat pausieren müssen.

 


Tom Felber scheidet zum Quartalsende aus dem Spiel des Jahres e.V. aus. Er war Vereinsvorsitzender von Spiel des Jahres von 2011 bis 2018. In dieser Zeit wurde als dritter Hauptpreis das „Kennerspiel des Jahres“ neu eingeführt, die Preisverleihungen und Veranstaltungen bekamen ein neues Gewand, Spiel des Jahres legte ein jährliches Förderprogramm auf, das seitdem Einzelpersonen und Institutionen bei spielerischen Aktivitäten und Projekten finanziell unterstützt, und der Verein unternahm zahlreiche Schritte, um die Marke „Spiel des Jahres“ auch jenseits des deutschsprachigen Raumes bekannter zu machen und zu etablieren.

Die Internationalisierung der Marke „Spiel des Jahres“ war ein Steckenpferd Tom Felbers. Er knüpfte zahlreiche Kontakte in aller Welt, bahnte den Austausch und die Zusammenarbeit mit fremdsprachigen Spielern und Gruppen an und wurde international zum Gesicht des Kritiker-Gremiums. Tom Felber war weltweit auf verschiedenen Messen und anderen Veranstaltungen für Spiel des Jahres vor Ort. Als Ansprechpartner, Redner und Repräsentant suchte er immer den direkten Kontakt.

Viele Projekte wären ohne den hohen persönlichen Einsatz Tom Felbers nicht oder nicht in demselben Maße möglich gewesen. Auf der „Suisse Toy“ in Bern organisierte Tom Felber für die Besucher jährlich eine riesige Spiel-des-Jahres-Spielfläche und erklärte an sämtlichen Messetagen unermüdlich und von früh bis spät ein Spiel nach dem anderen. Als Mit-Initiator des Projektes „Spielend gesund werden“ besuchte er Spitäler und spielte mit kranken Kindern. Im Rahmen eines Projektes mit der Bundeswehr war er bei sämtlichen spielerischen Auslandseinsätzen mit von der Partie.

Wie kein anderer hat Tom Felber sein Leben der Förderung des Spiels gewidmet, wie kein anderer stellte er sich in den Dienst des Vereins. Spiel des Jahres verliert nicht nur in Sachen Arbeitsethos ein großes Vorbild, sondern auch ein Vorbild als Spielekritiker.
Der Name Tom Felber steht für eine kritische, ehrliche, unvoreingenommene Spielekritik. Felbers Ehrenkodex und seine vorgelebte Moral garantieren, dass es in seinen Texten immer um die Sache und um die Kritik und nicht um die Pflege persönlicher Eitelkeiten geht. So ist Felber selbst für die kritisierten Autoren oder Redaktionen eine überaus renommierte und geachtete Instanz. Trotz seiner hervorgehobenen Position als Vorsitzender von Spiel des Jahres blieb er immer für alle auf Augenhöhe.
Tom Felber verlässt den Verein auf eigenen Wunsch, weil er nach Jahren der Gesamtverantwortlichkeit und des großen Rampenlichts das Bedürfnis hat, wieder nur für sich selbst verantwortlich zu sein und ausschließlich sich selber zu repräsentieren. Und weil er Zeit haben möchte, um Gloomhaven zu spielen.